Friedhofskirche St. Sebald
Die Friedhofskirche St. Sebald am Stadtfriedhof wurde 1736 als Votivkirche erbaut – Dank eines Priesters für die Heilung seiner Augenkrankheit. Sie ist von Ostern bis Allerheiligen geöffnet.


Die Friedhofskirche St. Sebald liegt am östlichen Rand Dietfurts, unmittelbar am städtischen Friedhof. Ihr Patronatsfest ist der 19. August.
Entstehung
Die Kirche wurde 1736 als Votivkirche erbaut – gestiftet und bezahlt vom Eutenhofener Pfarrer Sebald Forchhammer aus eigenen Mitteln.
Der Hintergrund: Forchhammer litt an einer Augenkrankheit, die ihn am Lesen und Schreiben hinderte. Während er den Bau der Kirche vorantrieb, genas er – was er der Fürsprache des heiligen Sebald zuschrieb.
Die Kirche ist nur von Ostern bis Allerheiligen (2. November) geöffnet.
Ausstattung
Den Mittelpunkt bildet der barocke Hochaltar: Er zeigt die Verherrlichung des hl. Sebald, der von Engeln in den Himmel getragen wird, während die Heiligste Dreifaltigkeit und Maria ihn auf Wolken erwarten.
Zwei schlichte Seitenaltäre im neuromanischen Stil sind dem hl. Benedikt von Nursia und der hl. Ottilia geweiht.
An der rechten Seite des Triumphbogens befindet sich der Grabstein des Kirchenstifters Forchhammer.
Wandmalereien
Die Wandmalereien zeigen:
- Rechts: Den hl. Sebastian in Wolken mit dem Tod, der Pestkranke erschießt (mittelalterliche Vorstellung der seuchenbringenden Pfeile) – daneben die Märtyrerin des hl. Sebastian
- Links: Den hl. Ägidius in seiner Einsiedelei in der Camargue
Glocken
Im Kirchturm hängen zwei kleine Stahlglocken aus dem Jahr 1948 (Bochumer Verein für Gussstahlfabrikation).